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Multitalent Lehm

Lehm gilt als einer der ältesten Kulturbaustoffe überhaupt. Nachdem er in Mitteleuropa zwischenzeitlich ein wenig aus der Mode gekommen war, erlebt Lehm seit einigen Jahren eine regelrechte Renaissance.

Mit nostalgischen Neigungen oder esoterischen Erwägungen allein läßt sich dieser Boom nicht erklären. Entscheidend ist vielmehr, dass Lehmbaustoffe die gestiegenen ökologischen und baubiologischen Bedürfnisse gesundheitsbewusster Bauherren besonders gut befriedigen können.  

Als wesentliche Vorteile von Lehm lassen sich aufzählen: 

  • Lehm hält das Fachwerk trocken
    Holz und Lehm weisen in ihrer Gleichgewichtsfeuchte eine deutliche Differenz  auf. Während Lehm je nach Tonart, -gehalt und Umgebung einen Feuchtegehalt von maximal 6 Gewichtsprozentpunkten besitzt, liegt der Wert von Holz nur sehr selten unter 9 Prozent. Durch dieses Gefälle "saugt" Lehm Feuchtigkeit vom Holz weg und schützt somit auf ganz natürliche Weise vor Fäulnisprozessen, Pilz- oder Insektenbefall.  
  • Lehm ist besonders umweltgerecht
    Zu seiner Produktion sind nur vergleichsweise geringe Energiemengen erforderlich, er ist immer wieder recyclebar und schadstofffrei.
  • Lehm bindet Schadstoffe und nimmt Gerüche auf
    Dank seiner Tonminerale kann Lehm Schad- und Fremdstoffe binden. Diese "reinigende" Wirkung von Lehm wird u.a. auch bei der Abwasseraufbereitung genutzt.
  • Lehm verhält sich elektrostatisch neutral
    Da sich Lehmputze nicht statisch aufladen, ziehen sie keine Staub- und Schmutzpartikel an.
  • Lehm ist gesund
    Aufgrund seiner "reinigenden" Wirkung findet Lehm in Heilanwendungen Gebrauch. Er ist hautfreundlich, wirkt antibakteriell und weist sogar Schädlinge ab.
  • Lehm speichert Wärme 
    Aufgrund ihrer relativen "Schwere" vermögen es Lehmbaustoffe sehr gut, Wärme zu speichern.
  • Lehm hält die Luftfeuchtigkeit auf angenehmen Niveau
    In Wohnräumen wird eine relative Luftfeuchte zwischen 40% und 70% als angenehm empfunden. Da Lehm Luftfeuchtigkeit schnell aufnehmen und auch wieder abgeben kann, "reguliert" er die relative Luftfeuchte auf einen Wert zwischen 45% und 55% ein. Das sorgt für ein Raumklima, in dem die Schleimhäute nicht austrockenen und darüber hinaus die Feinstaubbildung reduziert wird.
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